Sonne auf Asphalt

Die Sonne knallt

Mit voller Wucht

Auf den Asphalt.

Die Luft flimmert,

Der Boden qualmt.

Auf der Straße könnte man Spiegeleier braten,

Doch ich ziehe es vor zu warten,

Warten auf dich,

Immer noch,

Einfach unverbesserlich.

Du

Lässt mich warten,

Lässt mich schmoren,

Hatte dir doch längst deswegen abgeschworen.

Doch ein Sonnenstrahl reicht,

Ein Funken, ein Signal von dir,

Und ich gehe wieder raus,

Und warte hier.

Das Strahlen in deinen Augen,

Das Glühen deiner Wangen,

Kann’s nicht glauben,

Denn wie oft hab ich mich in dir verfangen.

Hab mich immer in dir verloren,

Und dich doch immer wieder aufs Neue für mich auserkoren.

Riskiere tausend Brände auf der Haut,

Will jetzt alles oder nichts,

Hab alle Hoffnungen auf uns gebaut.

Du lässt mich stehen,

Du kommst nicht,

Ich muss und wollte gehen,

Als die Nacht anbricht.

Die Nacht kühlt den heißen Asphalt,

Aber es wird nie kalt.

Meine Gefühle werden angefacht,

Die Liebe flammt wieder auf,

Und das tags wie in der Nacht,

Dabei war das nie mehr angedacht.

Der Mond scheint taghell,

Die Straße glitzert

Im Mondenschein,

Ich sitze auf dem Asphalt,

Gucke gen Himmel,

In der Hand für uns

Eine Flasche Wein.

Du bist nicht gekommen,

Die Sonne geht auf,

Ihre Strahlen blitzen auf

Am Horizont,

Länger warten hätte ich schon gekonnt,

Aber die Sonne steht inzwischen schon

Am höchsten Punkt,

Und die Glocke schlägt und spielt

Ihr Lied,

Während an mir alles mit uns

Am inneren Auge vorüberzieht.

Ich gucke zu Boden,

Schließe die Augen,

Als ich diese wieder öffne,

Kann ich es nicht glauben:

Vor mir stehen deine Schuhe,

Und mein Blick folgt deinen Beinen,

Sie stehen dort in aller Ruhe

Und ich könnte vor Freude weinen,

Denn du sagst,

„Seit 24 Stunden stehe ich jetzt hier:

Die Sonne knallt

Mit voller Wucht

Auf den Asphalt.

Die Luft flimmert,

Der Boden qualmt.

Auf der Straße könnte man Spiegeleier braten,

Doch ich ziehe es vor zu warten,

Warten auf dich,

Immer noch,

Einfach unverbesserlich.“

Wir haben jeweils auf der anderen Seite der Kirche gestanden,

Und kurz bevor wir uns fanden,

Waren wir im Inbegriff zu gehen,

Was für ein Glück,

Uns nun doch zu sehen.

2 Kommentare zu „Sonne auf Asphalt

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