Zeitlos

Wie eine Ewigkeit, eine nie enden wollende Zeit, kommt es vielen vor.

Zeit ohne

Soziale Kontakte,

Arbeitsleben,

Berufsalltag,

Öffentlichen Nahverkehr,

Kultur, Veranstaltungen, Demonstrationen,

Uni, Schule, Kita,

Freunde, teils Familie,

Feiern und Feste,

Oft ohne Liebe und Nähe.

Dabei sind genau diese Dinge

An der Zeit.

Sie sind zeitlos.

Denn wir können

Gemeinsam aus Fenstern singen, musizieren,

Wir können lernen und uns unterhalten, wir können lesen und beobachten, aus dem Leben und der Welt lernen, wie sie war und jetzt ist und auch darüber nachdenken, wie wir sie haben wollen, wenn all das vorbei ist

Und wie wir das erreichen, was wir uns wünschen.

Wir können lachen, schreiben, den Mut aufbringen, neue Sachen auszuprobieren, neu anzufangen, ein Instrument oder eine Sprache zu lernen.

In Zeiten von YouTube und Babbel ist das möglich.

Wir können telefonieren und Skypen,

Wir könnten alte Bindungen neu erinnern, bestehende anders erleben und neue aufbauen.

Wir können den Nachbarn helfen, die wir nie gegrüßt haben. Wir können uns um Dinge kümmern, die uns nie gekümmert haben.

Aus Zeitnot, Unlust wegen Zeitmangel.

Wir können Briefe schreiben und Texte.

Wir können unsere Wohnung aufräumen, ausmisten, umräumen,

unser Denken umstellen.

Wir können Lebensformen neu denken.

Arbeiten, Alltag, Leben, Lieben, wie wollen wir das?

Was können wir jetzt und wenn ja,

Warum dann nicht auf Dauer? Und was wollen wir wirklich auf Dauer?

Wer und was fehlt und warum?

Wer oder was soll bleiben – und warum?

Lasst uns und fragen, hinterfragen, lasst uns ehrlich sein mit uns und mit anderen, lasst uns die teils unbequemen Fragen vom gemütlichen Sofa aus stellen.

Es ist eine unbequeme Zeit. Trotz kuscheligen Sofas.

Menschen sind krank. Menschen sterben. Menschen sind in Gefahr. Körperlich wie psychisch.

Menschen vereinsamen, Menschen leiden.

Aber genau deswegen ist diese Zeit gerade so wichtig.

Wir erkennen den Wert vieler Dinge und erkennen, was wir haben wollen und was nicht.

Wir müssen jetzt die richtigen Fragen stellen, die Zeit nutzen, und uns fragen, was sein soll und was nicht und wie wir das anstellen, was wir wollen und brauchen.

Um dann am Ende uns dafür einzusetzen und zu gucken, was möglich ist.

Wenn alles vorbei ist. Aber auch jetzt. Gerade jetzt.

Denn die Fragen und Probleme, die jetzt aufkommen, sind eigentlich vor allem eines.

Ewig, immer gleich.

Und damit zeitlos.

Und es liegt an uns, uns diesen Fragen zu stellen.

Jetzt.

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