Unser Lied

Ich sitze auf dem Beifahrersitz

Und plötzlich läuft im Radio unser Lied.

Ich muss abwesend schauen,

Denn auf dem Fahrersitz sitzt er,

Der schon so lang neben mir ist

Und mich durch mein Leben begleitet, bevor du an seiner Stelle warst, und sieht mich fragend an.

Ich kann ihm keine Antwort geben,

Denn du machst mich immer noch sprachlos.

Es gibt keine Worte für dich, und noch weniger für das, was zwischen uns war.

Dafür gibt es das Lied, unser Lied, und dessen Melodie, das solange der Taktgeber in meinem Leben war und das in Dauerschleife lief.

Im Radio, in meinem Kopf, zwischen uns.

„Und am Ende bist es immer noch du, und ich komme zurück dir, denn trotz allem, was nicht sein darf und trotzdem war, gehörst du doch zu mir…“

Ich lehne den Kopf an das Fenster,

Schließe die Augen und versuche, mir dich vorzustellen.

Deine etwas kratzige Stimme,

Deine warmen braunen Augen,

Dein Geruch, wenn du vom

Sport kommst. Nach Umkleidekabine und Aftershave. Es ist schwer, es wird zunehmend schwerer, auch wenn du mein Leben immer noch konstant in meinen Gedanken begleitest.

Ich weiß nicht, was du heute machst, was dich beschäftigt, wer vielleicht gerade an deiner Seite ist, aber es tut auch nichts zur Sache.

Es ändert alles nichts.

Das zwischen uns ist schon lange vorbei, und es ist vielleicht nicht gut, aber auf jeden Fall besser so, wie es

Jetzt ist.

Trotzdem oder vielleicht auch gerade wegen allem, was war: ich fühle mich dir nah, vor allem,

Wenn unser Lied im Radio läuft.

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