Stadt

Ohnmächtig vor Hindernissen,
die wolkenkratzerhoch eine Stadt hinaufziehen.
Betonhart, unnachgiebig und stählern
türmt sich der Koloss auf,
in der Glasfront spiegelt sich das Gesicht,
in das Panik geschrieben steht.

Jede Straßenecke gleicht der anderen,
Betonklötze in jeder Himmelsrichtung,
aus allen Gassen schreit die Angst,
hinter jede Ecke lauert die Panik,
um einen listig von hinten zu umschlingen.

Stimmen flüstern, was zu tun sei,
lachen hämisch, wenn es misslingt
und man sich mehr und mehr
in der Stadt verirrt und selbst verliert.
Wenn überhaupt, dann wird wohl nur noch ein Schatten
meiner selbst
den Stadtpark erreichen,
von dem alle so schwärmen.

Meine Blicke folgen den anderen Passanten.
Sie alle scheinen mühelos ihrer Wege zu gehen.
Mit Leichtigkeit springen sie über Schlaglöcher,
ihre Ampeln stehen ausnahmslos auf grün
und wie von Geisterhand
erscheint an ihrem Flussufer eine Brücke,
während sich bei mir ein Abgrund auftut
und mein mühevoll gebautes Papierschiff
chancenlos von einer schäumenden Welle
ertränkt wird.

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